Vertriebenen-Präsidenten beleidigt ehemaligen polnischen Außenminister

Schon wieder hat die Vertriebenen-Präsidentin, Erika Steinbach (CDU), einen Eklat verursacht. Anlässlich eines Interviews, dass sie dem ARD-Morgenmagazin gab, beschimpfte sie den früheren polnischen Außenminister Wladyslaw Bartoszewski als „schlechten Charakter“. Grund für ihre geäußerte Meinung war die Tatsache, dass er frühere Briefe von ihr nicht beantwortet hätte. Ein wenig eigenartig mutet es schon an, daraus auf einen schlechten Charakter zu schließen und dies als Meinung im Rahmen ihrer Position zu äußern. Erschwerend kommt hinzu, dass Frau Steinbach offenbar nicht das geringste Gefühl für Verhältnismäßigkeiten hat, brachte sie diese Beschwerde über die Nichtbeantwortung ihrer Post in Zusammenhang, mit den Verbrechen der Nazizeit an den Menschen Polens: „Vor dem Hintergrund, was das polnische Volk durch deutsche Schuld erlitten hat, haben alle Opfer auch mein tiefes Mitgefühl …….[aber], dass ich Einzelpersonen auch nicht so sehr schätze, wenn sie sich so verhalten, wie man sich anderen Menschen gegenüber einfach nicht verhält“. Diese in dem Zusammenhang getroffene Aussage als dumm zu titulieren, ist eher ein freundliches Understatement. Guido Westerwelle (FDP) stellte als Bundesaußenminister klar, dass Frau Steinbach damit nicht die deutsche Meinung wiedergibt. Er bezeichnete den ehemaligen polnischen Außenminister als: „… eine ehrenwerte Persönlichkeit mit einer großen Lebensleistung für die deutsch-polnische Aussöhnung“. Erika Steinbach hat zumindest einmal mehr gezeigt, dass sie in ihrer Funktion als Vertriebenen-Präsidentin nicht haltbar ist. Eigentlich ist sie das für keine öffentliche Funktion.

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