Jahr der Katastrophe für Polen

Für Polen war 2010 bisher kein gutes Jahr. Eine Katastrophe folgte auf die andere. Der Flugzeugabsturz, bei der die halbe Regierung des Landes umkam, zwei schwere Überschwemmungen und mehrere schwere Verkehrstote bei Massenkarambolagen. Auch wenn es unter der neuen Regierung von Präsident Tusk wirtschaftlich langsam aufwärts geht, die Menschen in Polen sind angeschlagen. Viele dieser Unglücksfälle wären allerdings vermeidbar gewesen. Schuld ist hier nicht zuletzt die fehlende Infrastruktur und oft schlechte Organisation und Nachrichtenübermittlung zwischen einzelnen Behörden. Dies hat sich bei der ersten schweren Überschwemmung zum Sommerbeginn gezeigt und es ist nach Warnung der polnischen Verkehrsexperten auch einer der Hauptgründe, für die vielen Verkehrstoten im Land. Fakt ist aber auch, dass in Polen die Missachtung von Vorschriften fast Volkssport-Charakter hat. Hier werden oft, aufgrund zu geringer Kontrollen, Geschwindigkeitsgrenzen überschritten, Fahrer und Passagiere nicht angeschnallt und technische Mängel ignoriert. Auf eine Million Einwohner, kommen jedes Jahr 143 Verkehrstote. Das sind mehr als doppelt so viel, wie im Rest der Europäischen Union. Mit der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage sollte allmählich auch eine verbesserte Organisation und behördlicher Kontrolle einhergehen. Die Möglichkeiten dafür sind jetzt vorhanden und die Einsicht der Menschen in die Notwendigkeit auch.

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