Polen überstellt Mossadagenten nach Deutschland

Vor einigen Tagen wurde in Polen ein mutmaßlicher Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad festgenommen. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, an dem Mord an Mahmud al-Mabhuh am 10. Januar beteiligt zu sein. Auch in Deutschland wird gegen ihn, wegen geheimdienstlicher Spionage, ermittelt. Da hier bereits ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt, hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe seine Auslieferung beantragt. Die Rechtslage ist allerdings nicht ganz klar, denn auch Israel fordert die Auslieferung des, als „Uri Bordsky“, unter falschem Namen agierenden Agenten. Der israelische Tourismusminister Stas Miseschnikow verwies in dem Zusammenhang, auf das funktionierende Rechtssystem Israels, dass durchaus in der Lage wäre, mit der Situation selber fertig zu werden. Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass Ermittlungen in Irland ergeben haben, dass der genutzte Pass, von israelischen Behörden in Irland gefälscht worden war. Entsprechend ungehalten reagierte der irische Außenminister Michael Martin:

„Der Missbrauch irischer Pässe durch einen Staat, mit dem Irland freundschaftliche, wenn auch manchmal freimütige Beziehungen unterhält, ist nicht akzeptabel und verlangt nach einer harten Antwort„. Ein israelischer Diplomat, der in dies Affäre verwickelt war, wurde des Landes verwiesen. Bereits Großbritannien und Australien haben kürzlich israelische Diplomaten ausgewiesen.

 

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