Wer mit Auto und Wohnwagen nach Polen fährt, sollte die Maut nicht allein nach dem Zugfahrzeug beurteilen. Das offizielle e-TOLL-Portal veröffentlichte für 2026 eine Änderung: Seit dem 21. September müssen Fahrer von Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen mit angehängtem Trailer das System für die betroffenen elektronisch mautpflichtigen Straßen nicht mehr zur Abrechnung nutzen. Vor der Abfahrt prüfe ich dennoch die eingetragene Gesamtmasse und konkrete Route.
Was die Änderung umfasst – und was nicht
Die Information bezieht sich auf das e-TOLL-Netz und die Fahrzeuggruppe bis 3,5 Tonnen. Sie bedeutet nicht, dass jede polnische Autobahn und jeder private Mautabschnitt kostenlos wäre. Für konzessionierte Strecken können gesonderte Regeln gelten. Ich kontrolliere diese Abschnitte anhand des Betreibers und der Route separat.
Bei einem Gespann verlasse ich mich nicht auf eine Schätzung. Ich lese die zulässigen Gesamtmassen in den Papieren und prüfe, ob die Kombination in die Grenze fällt. Liegt sie darüber oder handelt es sich um ein schweres Fahrzeug, kann eine andere Mautpflicht greifen.
So kontrolliere ich die Strecke
- Fahrzeug- und Anhängerpapiere bereitlegen und die Gesamtmassen abgleichen.
- Auf der offiziellen e-TOLL-Karte prüfen, ob die Route betroffene Abschnitte enthält.
- Bei schweren Fahrzeugen Registrierung, Tarifklasse und Zahlungsart prüfen.
- Private Autobahnabschnitte separat anhand der Betreiberhinweise kontrollieren.
Bei schweren Fahrzeugen hängen e-TOLL-Sätze unter anderem von Gewicht, Straßenklasse und Emissionsklasse ab. Eine pauschale Mautsumme für jede Urlaubsfahrt leite ich daraus nicht ab. Dafür nutze ich den offiziellen Klassifikator und die aktuelle Streckenliste.
Stadtregeln sind ein eigener Check
Die Mautfreigabe ersetzt keine Prüfung kommunaler Verkehrsregeln. Wer nach Krakau weiterfährt, sollte dort die Zufahrtsvorschriften separat prüfen. Hier steht meine Übersicht zu Krakau mit deutschem Kennzeichen und Umweltzone.
Mein nächster Schritt: Ich speichere die offiziellen Hinweise zur Fahrzeugklasse und kontrolliere Route und Regeln kurz vor dem Start erneut. Bei Gespann und Mautnetz ist eine aktuelle Einstufung wichtiger als eine alte Forenantwort.